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Reha im virtuellen Raum

Etwa alle zwei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Wer das überlebt, hat einen großen Kraftakt vor sich: Den Weg zurück in den Alltag. Eine digitale Unterstützung für die Therapie hat ein junges Team entwickelt, das aus einem Studienprojekt der Uniklinik Tübingen hervorgegangen ist. Hierüber berichtet der BKK-Dachverband in einer aktuellen Meldung.

Etwa alle zwei Minuten erleidet ein Mensch in Deutschland einen Schlaganfall. Wer das überlebt, hat einen großen Kraftakt vor sich: Den Weg zurück in den Alltag. Eine digitale Unterstützung für die Therapie hat ein junges Team entwickelt, das aus einem Studienprojekt der Uniklinik Tübingen hervorgegangen ist. Hierüber berichtet der BKK-Dachverband in einer aktuellen Meldung.

Wie bringt man das Gehirn dazu, nach einem Schlaganfall einen gelähmten Arm wieder zu bewegen? Studenten aus Tübingen haben sich mit dieser Frage intensiv befasst. Und sie haben eine Idee aus der Gamer-Szene auf der Überholspur ins deutsche Gesundheitssystem gebracht. Heilung statt Damage over Time (im Jargon der Computerspieler der Schaden, den ein Zauber oder eine Attacke verursacht).

Die Therapie der halbseitigen Lähmung nach einem Schlaganfall gründet auf der medizinischen Annahme, dass das Gehirn Ausweichverbindungen schafft, um die zerstörten Areale zu umgehen. Analog ist dies seit Jahrzehnten bewiesen in der Spiegeltherapie: Bei dieser Behandlung wird ein Spiegel zwischen die gesunde und kranke Körperhälfte gestellt. Der Patient sieht nur seine gesunde Körperhälfte. Er bewegt seinen gesunden Arm, seine Sinne zeigen ihm, der gelähmte Arm bewegt sich. Die Bewegungen des gesunden Körperteils täuschen das Gehirn. Mit der Bewegung vor dem Spiegel trainiert der Patient neue Aktivitätsmuster im Gehirn.

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Veröffentlicht am:
Quelle: Jürgen Stüwe