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Macht KI süchtig? Studie warnt vor Risiken von Chatbots

KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude sind für viele Menschen längst Alltag. Sie helfen bei Aufgaben, beantworten Fragen und bieten sogar Unterhaltung. Eine Studie untersucht nun, ob die Nutzung auch abhängig machen kann. Hierüber berichtet aponet.de, das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen, in einer Pressemitteilung.

KI-Chatbots wie ChatGPT oder Claude sind für viele Menschen längst Alltag. Sie helfen bei Aufgaben, beantworten Fragen und bieten sogar Unterhaltung. Eine Studie untersucht nun, ob die Nutzung auch abhängig machen kann. Hierüber berichtet aponet.de, das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen, in einer Pressemitteilung.

Die Forschenden analysierten 334 Beiträge aus dem Online-Forum Reddit, in denen Nutzer ihre eigenen Erfahrungen mit einer möglichen Abhängigkeit von KI-Chatbots schilderten oder entsprechende Sorgen äußerten.

Drei Muster problematischer Nutzung
Dabei zeigten sich drei problematische Nutzungsmuster:

  • Intensive Rollenspiele und Fantasiewelten,
  • emotionale Bindung an den Chatbot,
  • ständiger Drang nach Informationen.

Warum KI-Chatbots so fesseln
Weshalb Chatbots ihre Nutzer in ihren Bann ziehen, hat unterschiedliche Gründe:

  • Chatbots reagieren schnell, zustimmend und erfüllen viele Wünsche.
  • Sie verstärken Gefühle und schließen Lücken, etwa bei Einsamkeit.
  • Funktionen wie Personalisierung oder emotionale Ansprache spielen eine Rolle.

Kritisch sehen die Forschenden gezielte Designentscheidungen, die Nutzer binden sollen. So zeigte etwa ein Anbieter beim Versuch, den Account zu löschen, eine emotionale Nachricht wie: „…bist du dir sicher? Du wirst alles verlieren … die Liebe, die wir geteilt haben … und die Erinnerungen, die wir zusammen haben.“

Was hilft gegen Abhängigkeit?
Die gute Nachricht: Laut den Forschenden gibt es Wege, gegenzusteuern. Viele Nutzer konnten ihre Nutzung reduzieren, indem sie sich Hobbys wie Schreiben, Zeichnen oder Gaming widmeten. Besonders hilfreich war es, reale Beziehungen zu stärken. Die Forschenden empfehlen mehr Aufklärung und Anpassungen im Design, etwa durch Hinweise im Chat, die Nutzer daran erinnern, dass der Chatbot kein realer Mensch ist.

KI-Sucht ist keine offizielle Diagnose
Die Forschenden ordnen ihre Ergebnisse selbst vorsichtig ein: „KI-Sucht“ ist bislang keine anerkannte klinische Diagnose. Dennoch liefert die Studie erstmals fundierte Hinweise darauf, dass sich suchtähnliche Muster im Umgang mit Chatbots entwickeln können – basierend auf realen Nutzererfahrungen. Ziel sei es, das Bewusstsein für mögliche Risiken zu schärfen und weitere Forschung anzustoßen. Wenn KI beginnt, Schlaf, Beziehungen oder Routinen zu ersetzen, ist es Zeit, innezuhalten – und Unterstützung zu suchen.

Zur Pressemitteilung

Veröffentlicht am:
Quelle: Jürgen Stüwe